"Unter weitem Himmel" - meditative Wanderung rund um Schloss Gutenbrunnen und Kloster Wörschweiler
Erstmals bot das Geistliche Zentrum Püttlingen eine meditative Wanderung an.
Bei schönem spätsommerlichen Wetter fanden sich am Samstag, den 18.09.2010 elf Teilnehmer, darunter der Leiter des Geistlichen Zentrums, Holger Sturm, in Homburg-Wörschweiler ein.
Jutta Klicker, Meditationsleiterin und zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin für das Biosphärenreservat Bliesgau, begleitete die Gruppe während der rund 5 Stunden dauernden Wanderung, die von Schloss Gutenbrunnen, mit einem Abstecher ins Gutenbrunner Tal, auf den Klosterberg zu den Ruinen des ehemaligen Zisterzienserklosters Wörschweiler führte.
Die Referentin verdeutlichte bei der Begrüßung der Gäste die Qualitäten dass meditatives Wanderns: Es ist ein bewusstes, achtsames Gehen, das die Augen öffnet für die kleinen Zeichen am Wegesrand. Es ist Bewegung, die zur Ruhe führt, die eigene Mitte spüren lässt. Es beinhaltet die Einladung, in der Natur sich selbst und Gott zu begegnen. Meditatives Wandern mit anderen heißt, den Wechsel von Stille und Austausch zu genießen. Einen Weggefährten zu haben, aber auch für sich sein zu können. Heißt entdecken, staunen und mit allen Sinnen genießen.
In diesem Sinne hielt die Gruppe immer wieder an verschiedenen Stationen inne, um sich auf meditative Impulse von Frau Klicker einzulassen: kleine Texte und Gedichte, Stille- oder Achtsamkeitsübungen.
Darüber hinaus stellte Frau Klicker dar, wie vielschichtig die vorgestellten Orte und Plätze nicht nur aus historischer Sicht sind. Ihre Bedeutung, ihr kulturelles und geistiges Erbe, reicht bis in unsere Zeit hinein. Für die Bewahrung und nachhaltige Entwicklung dieses Erbes zu sensibilisieren, war ebenso ein Anliegen, das die Referentin mit ihren Ausführungen verband.
So erfuhren die Teilnehmer nicht nur Wissenswertes über die wechselvolle Geschichte des Schlosses Gutenbrunnen, die Kultur- und Geistesgeschichte des Klosters Wörschweiler und die Spiritualität der Zisterzienser, sondern auch über Wörschweiler als Teil des Biosphärenreservates Bliesgau mit seiner einzigartigen Kulturlandschaft, über die regionalen Jakobswege und das kultur- und beschäftigungspolitische Projekt "Sternenwege".
Inmitten der Ruinen war Zeit für eine ausführliche Rast mit Picknick. Dass Teile des Baudenkmals zur Zeit wegen Sanierungsmaßnahmen eingerüstet sind, tat dem Reiz und der Magie dieses Ortes keinen Abbruch. Oder, wie ein Teilnehmer äußerte: "Ein Grund mehr, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal wiederzukommen!".
Zum Abschied bedankten sich die Gäste bei Frau Klicker für den abwechslungsreichen, entspannten und entspannenden Tag mit vielen neuen Erfahrungen.
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Lass mich langsamer gehen, Herr, entlaste das eilige Schlagen meines Herzens durch das Stillwerden meiner Seele. Lass meine hastigen Schritte stetiger werden mit dem Blick auf die ewige Zeit der Ewigkeit. Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages die Ruhe der ewigen Berge. Löse die Anspannung meiner Nerven und Muskeln durch die sanfte Musik der singenden Wasser, die in meiner Erinnerung lebendig sind. Lass mich die Zauberkraft des Schlafes erkennen, die mich erneuert. | | Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks. Lass mich langsamer gehen, um eine Blume zu sehen, ein paar Worte mit einem Freund zu wechseln, einen Hund zu streicheln, ein paar Zeilen aus einem Buch zu lesen. Lass mich langsamer gehen, Herr, und gib mir den Wunsch, meine Wurzeln tief in den ewigen Grund zu senken, damit ich emporwachse zu meiner wahren Bestimmung. Gebetstext aus Südafrika (Quelle unbekannt) |