Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg
von Hornbach nach Medelsheim
Nicht erst seit dem Buch von Hape Kerkeling ist der Jakobsweg in aller Munde. Wir beginnen in diesem Jahr mit unserer Pilgerwanderung in Hornbach, unmittelbar an der Grenze zum Saarland gelegen und Endpunkt des pfälzischen Pilgerweges von Speyer aus. Wir gehen die südliche Route im Saarland.
Vortreffen am Dienstag, 10. Mai 2011, 19 Uhr im Geistlichen Zentrum
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Route
| | Referenten: Therese Thewes, Gemeindereferentin Holger Sturm, Leiter des Geistlichen Zentrums |
1. Station Kloster Hornbach (Stempelstation)
- Beginn des Tages mit dem Besuch der Kirche und der Begrüßung dessen der immer mit uns auf unseren Wegen geht - Jesus Christus.
- Gedanken zum Thema "Aufbrechen: Wir wollen nun aufbrechen, den Himmel zu Erden. Gott mit unserem Tun lebendig werden zu lassen. Wir wollen pilgern. Das Wort Pilger heißt so viel wie "Fremder". Pilgern bedeutet also als Fremder in der Fremde unterwegs sein.
Biblischer Text: Mk 1,16-20
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
2. Station oberhalb Hornbach - Beginn des Waldpfades
"Achtsam beginnen" - mich und die Umgebung wahrnehmen
Mit einem tiefen Atemzug und folgendem Gebet gehe ich nun in die Stille. Ich setze den weiteren Weg im Schweigen fort, werde mir das Getragensein von Gott bewusst und achte auf mich und die Umgebung.
Gott an diesem Morgen
erahne ich deine Gegenwart
wenn ich auf meinen Atem achte
wenn ich meinen Körper wahrnehme
wenn ich meine Gefühle spüre
wenn ich meine Umgebung betrachte.
Lass mich achtsam sein
wenn ich gehe
wenn ich anderen begegne
wenn ich spreche
wenn ich esse oder trinke
wenn ich schweige
wenn ich achtsam bin in jedem Augenblick.
Noch 2000 km bis
Santiago de Compostela
3. Station: Kirche St. Andreas in Altheim
Die Pfarrkirche St. Andreas mit ihrem im 13. Jahrhundert errichteten Chorturm hat im Erdgeschoss des Turmes noch das alte Deckengewölbe sowie Reste der alten Sakramentsnische. Eines der Maßwerkfenster trägt eine Datierung von 1499. In der Kirche kann man außerdem eine Skulptur des Hl. Jakob aus dem 18. Jahrhundert entdecken.
Nach Gebet und Gesang gibt es den 2. Pilgerstempel und eine kurze Mittagsrast.
4. Station: "Unterwegs sein" - St. Stefanus in Böckweiler (Stempelstation)
Die romanische Stefanuskirche wird zum ersten Mal schriftlich erwähnt als Prioratskirche des Benediktinerklosters Hornbach, in einer Urkunde des Abtes Liudolf vom 30. November 1149. Sie ist die einzige Kirche ihrer Art in der Pfalz.
Den Stempel gibt es beim Kachelofen.
Geh deinen Weg, wie ich den meinen suche - zu dem Ziel Mensch zu werden.
Unterwegs begegnen wir der Wahrheit, der Freiheit und uns selbst.
Unterwegs wächst und reift eine Weggemeinschaft
die uns befähigt, anderen ein Rastplatz zu sein und Wegweiser.
Du und ich gehen den Weg.
5. Station: Beginn des Höhenweges oberhalb von Böckweiler
Der Weg führt am Waldrand entlang, immer mit einem Blick über das Tal der Birkenalbe bis zum Pfälzer Wald und den Nordvogesen.
Gebet für die Schweigezeit:
Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen,
um dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst,
und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
6. Station: Medelsheimer Pfarrkirche St. Martin (Stempelstation)
Unterhalb der Kirche befindet sich ein Wegekreuz aus dem Jahr 1830 mit der Darstellung eines Jakobspilgers im Sockel.
Die Pfarrkirche St. Martin mit einem gotischen Ursprung wurde 1774 in ihrer jetzigen Form erbaut. Im alten turmüberbauten Rechteckchor sind mittelalterliche Wandmalereien, ein Kreuzgewölbe, Okulusfenster und eine Sakramentsnische zu erkennen. Auf dem Altar der neuen Kirche steht ein gotisches Retabel von 1430. Seit 1804 wird in der Kirche eine Kreuzreliquie aus Rom aufbewahrt, außerdem ist eine Reliquie des heiligen Pirminius vorhanden.
Nach Gebet, Lobpreis und Gesang haben wir unseren 4. und letzten Stempel für die heutige Etappe erhalten.

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| Uff, geschafft Fotos: Astrid Bauer |