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Die Fachkonferenz Frauenpastoral im Dekanat Völklingen hatte zu einem Einkehrtag mit dem Thema „Maria und Martha – zwei Frauen aus dem Neuen Testament“ eingeladen.
Die Frauen haben sich an diesem Tag mit diesen beiden so unterschiedlichen Schwestern und dem Verhalten Jesu zu ihnen auseinandergesetzt.
Frau Pastoralreferentin Zeimet –Backes, die geistliche Begleiterin dieses Tages las zunächst die entsprechende Bibelstelle vor, in welcher beschrieben wird, dass Martha die Gäste bewirtet und Maria sich zu den Jüngern setzt und Jesus zuhört. Sie lud die Frauen ein, sich in einer ersten Gesprächsrunde mit den Persönlichkeiten dieser beiden Frauen zu beschäftigen und ihre Eindrücke zu schildern. Schnell stellte sich heraus, dass diese beiden Frauen und die Worte die Jesus zu ihnen spricht, Anlass zu regen Diskusionen geben. Besonders wichtig war den Teilnehmerinnen festzustellen, welchen Platz jede Einzelne von ihnen damals eingenommen hätte und wo sie in der heutigen Zeit in ihrem täglichen Leben stehen. Nachdem in kleineren Gruppen nochmal die Verschiedenheit dieser beiden Schwestern besprochen wurde, fand in der abschließenden Gesprächsrunde ein sehr offener und engagierter Meinungsaustausch darüber statt, wie viel von Maria und wie viel von Martha jede in sich selbst wiederfindet bzw. welcher dieser Schwestern sie sich näher fühlen. Die Teilnehmerinnen brachten zum Ausdruck, dass es wichtig ist, für sich selbst zuzulassen , dass jede nicht nur Martha oder Maria ist, sondern dass es wichtig ist, Zeit zum Arbeiten und Zeit zur Ruhe und Stille zu haben.
Den Abschluss dieses sehr engagierten und aufschlussreichen Einkehrtages bildete ein Wortgottdienst.
 

 

 

 

         


 


 


 

                   Fotos: Gertrud Heisel


Martha-Maria-Segen

         

 

Ein weites Herz

für Menschen, die an deine Tür klopfen,

tätige Hände,

wenn Hilfe vonnöten ist,

freundliche Augen,

die sehen, was Not-wendend ist,

festen Stand,

wenn du das aussprichst,

was dir das Herz eng macht,

wärmenden Zorn,

der dich nie mit dem scheinbar Unverän-

derlichen zufrieden lässt,

einen Menschen,

der dich an das Eigentliche und

Wichtige erinnert

und zu dir selbst zurückbringt:

all diese Gaben Marthas wünsche ich dir!

 

Und dazu Marias

stilles Hören

und sanftes Hinschauen,

eine Seele,

die sich ausstreckt

nach Gottes Gegenwart

und die Hände öffnet

für sein Wort,

 

das Hoffnung schenkt

und Horizonte weitet,

einen Mund,

der weitersagt,

was dich in der Tiefe trägt

und deinem Leben und Tun Sinn gibt.

 

Martha und Maria

sollen dir Schwestern werden,

und mit dir gehen,

wenn deine Seele

deinen Füßen den Weg weist

und deine Hände öffnet,

Liebe

freundlich zu empfangen

und herzlich weiterzugeben.

 

So segne dich

Gott, die Lebendige,

Christus, unser Bruder,

und die Ruach,

die die Ewigkeit in unseren Herzen

klingen lässt.

 

Amen.


 


Geistliches Zentrum im Dekanat Völklingen  |  info@gzvk.de